So stellen Sie sicher, dass Ihr selbstgemachtes Hundefutter die richtigen Nährstoffe liefert

Hausgemachtes Hundefutter wird immer beliebter. Allerdings müssen Sie viele verschiedene Nährstoffe in genau der richtigen Menge zuführen, wenn das hausgemachte Futter Ihres Hundes alle seine Ernährungsbedürfnisse decken soll. Nicht ohne Grund stehen Tierärzte dem Thema kritisch gegenüber. Lesen Sie weiter, um die Vorteile der Zubereitung der Mahlzeiten Ihres Hundes zu erfahren, sowie wie Sie Ihr eigenes Hundefutter sicher und richtig herstellen können.

Die Vorteile von selbstgemachtem Hundefutter

Es scheint, dass jeder Tag neue Nachrichten über kommerziell hergestelltes Hundefutter mit sich bringt. Daher ist es verständlich, alles Mögliche tun zu wollen, um sicherzustellen, dass die Ernährung Ihres Hundes so sicher und nahrhaft wie möglich ist.

Unabhängig davon, ob Ihr Hund bestimmte Ernährungseinschränkungen hat oder ob Sie sich Sorgen um minderwertige Inhaltsstoffe oder mögliche Verunreinigungen machen, kann eine bessere Kontrolle darüber, welche Inhaltsstoffe in der Ernährung Ihres Hundes enthalten sind, Sicherheit bringen.

Es scheint sinnvoll zu sein, dass ein hausgemachtes Hundefutter, das mit frischen, hochwertigen Zutaten zubereitet wird, jedem handelsüblichen Hundefutter überlegen ist, aber ist das wirklich der Fall?

Die Risiken von selbstgemachtem Hundefutter

Leider hat die Forschung gezeigt, dass viele hausgemachte Hundefutter-Rezepte alles andere als ernährungstechnisch vollständig und ausgewogen sind. Eine 2013 veröffentlichte Studie über hausgemachtes Hundefutter zeigt zum Beispiel, dass von 200 Rezepten für Hundefutter, die aus Websites, Hundebüchern und tiermedizinischen Lehrbüchern stammen, nur 5 Prozent einen ausreichenden Gehalt an allen essenziellen Nährstoffen enthielten. Einige der Rezepte produzierten auch Hundefutter mit einem gefährlich hohen Gehalt an bestimmten Nährstoffen. Dies gilt sowohl für BARF wie auch für verarbeitetes Hundefutter.

Einige Fans von selbstgemachtem Hundefutter werden argumentieren, dass „leichte“ Ernährungsfehler nicht so wichtig sind, solange man regelmäßig die Rezepte variiert. Schließlich deckt jede Mahlzeit, die wir essen, nicht alle unsere Ernährungsbedürfnisse ab. Sie argumentieren dabei, dass es am Wichtigsten ist, dass wir mit der Zeit alles bekommen, was wir brauchen.

Die gleiche Argumentation scheint jedoch nicht für hausgemachtes Hundefutter zu gelten. Forscher bewerteten mehrere Gruppen von hausgemachten Hundefutter-Rezepten und fanden heraus, dass viele Rezepte ähnliche Mängel an Nährstoffen hatten. In mehr als 50 der untersuchten Rezepte für Hundefutter waren 14 Nährstoffe nur in unzureichender Konzentration enthalten. Selbst die Verwendung einer Strategie zur Rotation zwischen mehreren Rezepten aus verschiedenen Quellen wäre daher kaum geeignet, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten.

Das richtige hausgemachte Hundefutter Rezept finden

Nichts davon soll Sie davon abschrecken, Ihr eigenes Hundefutter herzustellen. Es ist nur sehr wichtig zu erkennen, dass, wenn man es nicht gut macht, man am Ende seinem Hund mehr Schaden als Nutzen zufügen könnte.

Die besten Quellen für ernährungsphysiologisch vollständige und ausgewogene Rezepte für hausgemachtes Hundefutter sind Tierärzte. Sie können das Alter, das Gewicht und alle Gesundheitsprobleme Ihres Hundes berücksichtigen und Inhaltsstoffe zusammenstellen, die auf die spezifischen Bedürfnisse des Hundes zugeschnitten sind. Zwar ist die Suche im Internet schnell und vor allem bequem, aber wer möchte wirklich die Ernährung seines Hundes durch Laien definieren lassen?

Wie man sein eigenes Hundefutter herstellt

Die Suche nach geeigneten Rezepten ist nur der erste Schritt zu einem ernährungsphysiologisch vollständigen und ausgewogenen hausgemachten Hundefutter. Dabei gilt es auch, die Rezepte genau einzuhalten. Das ist in der Praxis nicht so einfach, wie es zunächst klingen mag.

Rezepte für hausgemachtes Hundefutter sollten nicht nach Belieben verändert werden. Vielmehr ist die strikte Einhaltung des Rezepts wichtig. Jede verwendete Zutat besitzt eine Ernährungsrelevanz und sollte nicht in der Menge verändert werden. Andernfalls können notwendige Proteine, Vitamine, Mineralien und Aminosäuren fehlen.

Obwohl viele diese hausgemachten Hundefutterrezepte auf dem Papier gut aussehen, entsprechen sie oft nicht den Bedürfnissen der Hunde.

Erwägen Sie Vormischungen für die Herstellung Ihres eigenen Hundefutters.

Wenn das alles überwältigend klingt, kann es sich lohnen, andere Alternativen in Betracht zu ziehen. Viele der besten Hundefutter werden nur mit den hochwertigsten Zutaten hergestellt und unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle. Damit wird sichergestellt, dass sie frei von Schadstoffen sind.

Wenn Sie hingegen in erster Linie befürchten, dass Ihrem Hund bestimmte Nährstoffe fehlen, fragen Sie Ihren Tierarzt, ob es eine gute Idee ist, Nahrungsergänzungsmittel in seine Ernährung aufzunehmen.

Eine weitere gute Option ist es, hausgemachtes Hundefutter zu einer ernährungsphysiologisch vollständigen, kommerziell hergestellten Basismischung zu mischen. Vormischungen machen es extrem einfach, Ihr eigenes Hundefutter herzustellen.

Denken Sie daran, dass Vormischungen selbst keine vollständige Ernährung bieten. Selbst wenn Sie, wie auf dem Etikett angegeben, eine Proteinquelle hinzufügen, ist es schwierig zu wissen, ob die resultierende Ernährung ausgewogen ist oder nicht. Der Ersatz dieser Art von hausgemachtem Hundefutter für 10-15 Prozent der normalen Ernährung Ihres Hundes eine gute Möglichkeit, um sicherzustellen, dass er von einer vollständigen und ausgewogenen Ernährung profitiert und gleichzeitig das „kleine Extra“ erhält, das die Hausmannskost bieten kann.

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