Sind „Natürlich“ und „Bio“ nur Worte auf dem Etikett?

Werfen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf einen genauen Blick auf die Vorderseite einiger Etiketten für Hundefutter. Wissen Sie, was hinter all den Begriffen steht, die Sie dort finden? In einigen Fällen wird das, was geschrieben wird, von einer Aufsichtsbehörde definiert. Viele Begriffe sind jedoch im Wesentlichen bedeutungslos. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, nach welchen Wörtern und Phrasen Sie suchen sollten und welche reines Marketing sind.

Die Aufsichtsbehörden haben Regeln festgelegt, wie die Hersteller auf Zutaten verweisen können. Zum Beispiel:

  • Huhn für Hunde – das Produkt muss mindestens 95% Huhn enthalten, ohne Wasser für die Verarbeitung.
  • Hühnerformel für Hunde – die Begriffe „Abendessen“ oder ähnliche Wörter wie „entrée“ oder „Formel“ können nur auf Produkte angewendet werden, die 25 % oder mehr der betreffenden Zutat enthalten.
  • Hundefutter mit Huhn – das Wort „mit“ bedeutet, dass nur mindestens 3 % der Nahrung aus dieser Zutat hergestellt wird.
  • Hühneraromen – „Aromen“ zeigen an, dass spezifische Tests das Vorhandensein des Inhaltsstoffs erfassen konnten, aber kein bestimmter Prozentsatz vorgeschrieben ist.

Nachfolgend erläutern wir andere Begriffe, die auf den Etiketten zu finden sind.

„Natürliches“ Hundefutter

Die Aufsichtsbehörden definieren „natürlich“ als „ausschließlich aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Quellen gewonnen, entweder im unverarbeiteten Zustand oder einer physikalischen Verarbeitung, Wärmebehandlung, Reinigungsextraktion, Hydrolyse, Enzymolyse oder Fermentation unterzogen, aber nicht durch einem chemisch-synthetischen Prozess hergestellt oder unterworfen und keine Zusatzstoffe oder Verarbeitungshilfsmittel enthaltend, die chemisch synthetisch sind, außer in Mengen, die bei guten Herstellungspraktiken unvermeidlich auftreten können“.

Bio Hundefutter

Landwirtschaftliche Produkte, die als „Bio“ gekennzeichnet sind, werden in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der biologischen Landwirtschaft hergestellt und verarbeitet. Der Begriff deutet darauf hin, dass ein Agrarprodukt mit anerkannten Methoden hergestellt wurde, die kulturelle, biologische und mechanische Praktiken integrieren, die den Kreislauf der Ressourcen fördern, das ökologische Gleichgewicht fördern und die biologische Vielfalt erhalten. Synthetische Düngemittel, Klärschlamm, Bestrahlung und Gentechnik dürfen nicht verwendet werden. Mehr Informationen über biologisches Hundefutter finden Sie hier.

Lebensmittelqualität für Menschen

Die Standards für die Sicherheit und Hygiene von Lebensmitteln für den Menschen werden in den geltenden Vorschriften ausführlich beschrieben. Die Beschreibung eines Produkts als Lebensmittelqualität für Menschen bedeutet die Einhaltung dieser Normen. Für ein industriell produziertes Hundefutter müssen sowohl die Zutaten als auch die Verarbeitung des Endprodukts den Normen entsprechen. Wenn also eine Produktionsstätte für Tierfutter nicht den Sicherheitsstandards für menschliche Lebensmittel entspricht, sind die Inhaltsstoffe, sobald sie in die Einrichtung gelangen, nicht mehr von menschlicher Qualität und es wäre nicht angemessen, die fertige Heimtiernahrung oder die Inhaltsstoffe als für den Menschen geeignet zu bezeichnen.

Ist gentechnikfreie Tiernahrung sicherer als herkömmliche Tiernahrung?

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) können in Haustiernahrung verwendet werden. Was bedeutet das für Ihr Haustier?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind GVO „…Organismen, deren genetisches Material (DNA) in einer Weise verändert wurde, die nicht natürlich vorkommt, z.B. durch die Einführung eines Gens aus einem anderen Organismus…“

Warum sind einige Inhaltsstoffe von Heimtiernahrung gentechnisch verändert?

Die Gentechnik wird von Wissenschaftlern genutzt, um neue Eigenschaften oder Merkmale in einen Organismus einzubringen. Zum Beispiel können Pflanzen gentechnisch verändert werden, um Merkmale zu erzeugen, die das Wachstum oder das Nährwertprofil von Nahrungspflanzen verbessern.

Gentechnisch veränderte Organismen sind noch so neu, dass wir nicht viel über sie wissen. Lebensmittel und Lebensmittelzutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen wurden erst seit den 90er Jahren eingeführt.

Laut amerikanische Gesundheitsbehörde müssen Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen die gleichen Anforderungen erfüllen wie Lebensmittel aus traditionell gezüchteten Pflanzen. Die Behörde vertritt auch die Auffassung, dass „Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen…im Allgemeinen so nahrhaft wie Lebensmittel aus vergleichbaren, traditionell gezüchteten Pflanzen“ sind.

Allerdings kann Hundefutter aus gentechnisch veränderten Lebensmitteln eher eine allergische Reaktion auslösen oder toxisch sein.

Fazit

Viele der Begriffe auf Hundefutter-Etiketten sind einfach nur Marketing. Ignorieren Sie alle Hinweise auf ein Futtermittel, das „ganzheitlich“, „Natur-Instinkt“, „Premium“, „Super-Premium“ oder „ohne Füllstoffe“ ist und achten Sie darauf, dass die Inhaltsstoffe nicht gentechnisch verändert wurden. Auf der sicheren Seite sind die mit Hundefutter, welches das „Bio“-Siegel zeigt.

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