Wenn dem Hund langweilig ist

Hunde brauchen Beschäftigung. Körperlich und geistig. Den Vierbeinern kann schnell langweilig werden. Auf Dauer kann diese Langeweile bei Hunden sogar schädlich sein. Hundehalter sollten daher die Anzeigen einer möglichen Unterforderung und Langeweile erkennen können.

Vor langer Zeit waren Hunde fast nur reine Arbeitstiere. Langeweile kannten sie nicht. Ganz im Gegenteil, sie wurden durch den Arbeitseinsatz besonders gefordert. Heute jedoch sind die meisten reine Freizeittiere, was schnell zu einer Unterforderung führen kann. Spaziergänge und reines Kuscheln reichen daher nicht aus, um die Fellnasen bei Laune zu halten.

Wie erkenne ich Langweile bei Hunden

Es gibt einige Punkte, an denen Sie eine mögliche Unterforderung erkennen können. Wenn die Fellnase ziellos herumläuft, möglicherweise unruhig wird, sind das erste Hinweise. Manche Hunde haben so viel Energie in sich, dass sie diese nicht nutzen können und vielleicht sogar etwas kaputt machen oder aggressiv werden. Auch das regelmäßige Bellen kann so ein Anzeichen sein. Lecken sich Hunde vermehrt an bestimmten Körperstellen oder Knabbern, weisen ein träges Verhalten auf, liegt eine Unterforderung nahe. Neben einer möglichen Langeweile, können diese Anzeichen aber auch auf eine Krankheit deuten. Wir raten dazu, dieses mit einem Tierarzt zu besprechen.

Was sollte ich ändern

Der erste Ansatz bei einer Unterforderung ist Bewegung. Rennen, toben und spielen sie mit dem Hund. Das Toben im eigenen Garten reicht dafür nicht aus. Ganz wichtig ist auch eine Aufgabe für den Vierbeiner, damit er geistig gefordert wird. Hilfreich können hierbei geschulte Hundetrainer sein.

Sinnvoll sind auch Futterspiele. Verstecken Sie doch einmal ein paar Leckerlies in einem alten Deckenbezug. Das wird den Hund mit Sicherheit eine Weile beschäftigen. Auch ein Futterball kann eine sinnvolle Alternative sein. Im Garten können Sie ein paar Snacks verbuddeln oder basteln Sie einen Hindernisparcours, um den Vierbeiner geistig zu fordern.

Tricks beibringen

Kunststücke sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, um gegen Langeweile zu wirken. Bringen Sie dem Hund ein paar Tricks bei. Zum Beispiel Pfötchen Geben und anderes. Die besten Outdoor-Aktivitäten mit Hunden lassen sich mit kleinen Lerneinheiten verbinden, so dass die Tiere dabei vielfach gefordert werden. Bei einem Waldspaziergang kann das Tier Baumstümpfe erklimmen, Klettern und Springen. Bei Spaziergang sollte immer wieder Sitz/Platz/Bleib geübt werden.

Solche Punkte sind sogar für beide Seiten gut. Denn nicht nur der Hund wird gefordert, sondern auch Frauchen bzw. Herrchen muss sich körperlich und geistig bewegen.

Hundespielzeug einfach selbst basteln

Es muss nicht immer nur Spielzeug aus dem Versand sein. Klorollen oder leere Kästchen sind für Hunde besonders faszinierend. Einfach einen Snack reinlegen und die Tiere sind erst einmal ausreichend beschäftigt. Wichtig ist dabei Abwechslung und eine gewisse Kreativität. Das beugt Langeweile vor und fordert die Tiere geistig. Das Bellen und möglicherweise die Aggressivität nehmen ab.

Vergessen Sie nie, dass Hunde relativ intelligent sind und auch herausgefordert werden wollen. Nur so lässt sich Langeweile und Unterforderung vermeiden.

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